Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Wolfgang Schotte studied Computer Science at the Technical University of Darmstadt and has been working in Virtual Reality for more than two decades. He played a key role in establishing a Virtual Reality center for mechanical engineering at the University of Karlsruhe before joining the High-Performance Computing Center Stuttgart (HLRS), where he specialized in scientific visualization and Virtual Reality. Since 2020, he has been a forensic expert at the State Office of Criminal Investigation Baden-Württemberg (LKA Baden-Württemberg), where he focuses on developing and applying VR-based methods for the analysis and communication of complex 3D survey data from crime scenes and incident environments.
Datum
Laserscanning, Photogrammetrie und Drohnenbefliegungen ermöglichen heute die umfassende und hochpräzise Erfassung komplexer Tatorte und Einsatzlagen. Die zunehmende Datenmenge und Detailtiefe stellen jedoch neue Anforderungen an die Analyse sowie an die anschauliche Vermittlung räumlicher Zusammenhänge.
Am Landeskriminalamt Baden-Württemberg werden Vermessungsdaten hierfür in einer CAVE (Cave Automatic Virtual Environment) immersive visualisiert. Statt komplexe 3D-Modelle ausschließlich am Monitor zu betrachten, können Nutzer Tatorte gemeinsam begehen, Perspektiven wechseln und räumliche Beziehungen unmittelbar erfassen.
Der Vortrag zeigt, welche Anforderungen Virtual-Reality-Systeme für den forensischen Einsatz erfüllen müssen und welchen Mehrwert sie für die Analyse, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die verständliche Vermittlung komplexer Sachverhalte bieten. Nicht die Technik selbst steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie aus präzisen Vermessungsdaten ein gemeinsames räumliches Verständnis entsteht.