Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand
HTW Dresden
Herr Schilling hat von 2015 bis 2020 den Bachelor-Studiengang Vermessung/Geoinformatik sowie den Master-Studiengang Geoinformatik/Management an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) absolviert. Seit 2020 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Geoinformation der HTWD, wo er sich in Forschungsprojekten mit der semantischen Integration von BIM und GIS beschäftigt. Seit 2023 promoviert er zudem kooperativ an der HTWD und der Technischen Universität Dresden zum Thema „Ex-Schema-Semantiken für die gemeinsame Nutzung von digitalen Bauwerksmodellen (BIM) und Geodaten (GIS)”. Dafür erhält er ein Stipendium des Freistaats Sachsen und der Europäischen Union aus dem ESF-Förderprogramm. Darüber hinaus ist Herr Schilling in den buildingSMART-Fachgruppen „Verkehrswege” und „BIM- und GIS-Integration” sowie bei DIN aktiv.
Datum
Bauwerksinformationen aus BIM und geographische Daten aus GIS beschreiben oft dieselben realen Objekte, verwenden aber unterschiedliche Begriffe und Bedeutungen. Dadurch entstehen Missverständnisse bei der Kommunikation zwischen den Disziplinen. Der Vortrag zeigt, wie GIS-Systeme das buildingSMART Data Dictionary (bSDD) und andere Merkmalserver nutzen können, um geographische Objekte semantisch eindeutig zu klassifizieren und mit einheitlichen Attributen zu versehen. Grundlage ist die Idee eines gemeinsamen Wörterbuchs, das Fachbegriffe für BIM- und GIS-Anwendungen bereitstellt. So lassen sich Daten konsistenter, verständlicher und besser zwischen den Disziplinen austauschen. Anhand eines Prototyps in QGIS wird gezeigt, dass diese Integration praktisch umsetzbar ist, auch wenn bestehende GIS-Software und Datenformate noch Grenzen setzen. Ziel ist es zu zeigen, wie das bSDD und ähnliche Merkmalserver die BIM-GIS-Integration verbessern und die Zusammenarbeit in Planung, Analyse und Betrieb erleichtern können.