Norbert Haala

Professor

Universität Stuttgart

Zur Person

Norbert Haala ist Professor am Institut für Photogrammetrie und Geoinformatik der Universität Stuttgart in der Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit umfasst die Bereiche Photogrammetrische Computer Vision, Bildverarbeitung und Simultaneous Localization and Mapping (SLAM). Er leitet die Arbeitsgruppe Sensoren und Plattformen - Drohnen, Flugzeuge und Satelliten der DGPF und engagiert er sich seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen innerhalb der International Society for Photogrammetry and Remote Sensing (ISPRS).

Matchmaking-Informationen

Teilnahme

3.2.1 UAS-Anwendungen und innovative 3D-Rekonstruktion (presented by DGPF)

Gaussian Splats – Mehr als nur eine schöne Visualisierung

Donnerstag, 17. Sept. 2026
10:10 - 10:30 | Europe/Berlin
INTERGEO Conference | Room C 54

Meine Veranstaltungen (1)

Veranstaltung
3.2.1 UAS-Anwendungen und innovative 3D-Rekonstruktion (presented by DGPF)
Donnerstag, 17. Sept. 2026
10:10 - 10:30 | Europe/Berlin
Vortrag // Presentation
INTERGEO Conference | Room C 54
Deutsch

Gaussian Splats – Mehr als nur eine schöne Visualisierung

Ziel einer UAS-Befliegung mit Kameras und/oder Laserscannern ist häufig die dreidimensionale Erfassung der aufgenommenen Szene. Das Ergebnis ist beispielsweise eine dichte 3D-Punktwolke. Diese wird häufig vermascht, wobei die rekonstruierten Oberflächen mit hochauflösenden Bilddaten texturiert werden. Die entstehenden 3D-Meshes bestehen aus polygonalen Flächen – meist Dreiecken –, die eine klar definierte geometrische Oberfläche beschreiben. Damit stellen Meshes eine explizite und metrisch auswertbare Geometrie bereit und dienen als Eingabe für CAD-Systeme, Grafik-Engines sowie gängige 3D-Modellierungswerkzeuge.

Als Alternative beziehungsweise Ergänzung gewinnen derzeit 3D Gaussian Splats zunehmend an Bedeutung. Hierbei wird eine Szene durch Millionen kleiner, sich überlappender dreidimensionaler Ellipsoide (Gaussian Splats) repräsentiert, die Informationen über Farbe, Transparenz (Opazität), Größe und Orientierung speichern. Diese Darstellung ermöglicht eine außergewöhnlich fotorealistische Visualisierung, da selbst feine Details, Spiegelungen, transparente Objekte und dünne Strukturen, die mit klassischen 3D-Meshes nur eingeschränkt dargestellt werden können, realitätsnah wiedergegeben werden. Im Gegensatz zu Meshes liefern Gaussian Splats jedoch keine expliziten geometrischen Oberflächen und eignen sich daher nur eingeschränkt für ingenieurwissenschaftliche Anwendungen, die eine präzise geometrische Modellierung oder physikalische Simulation erfordern.

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik zur Erfassung und Generierung beider Repräsentationsformen. Darüber hinaus werden deren jeweilige Stärken und Schwächen diskutiert sowie potenzielle Einsatzgebiete – insbesondere im Kontext geodätischer Anwendungen – aufgezeigt.

Sprecher*in (1)
Norbert Haala
Professor, Universität Stuttgart
Moderator*in (1)
Michael Cramer
Gruppenleiter Photogrammetrische Systeme, Universität Stuttgart