Research Fellow
VUGTK, Geodetic Observatory Pecny
I am a geodesist who graduated from Wroclaw University of Environmental and Life Sciences (UPWr, Poland) in 2017. In 2021, I obtained my Ph.D. in satellite geodesy with a thesis entitled Determination of Global Geodetic Parameters Using the GPS, GLONASS, and Galileo Satellite Systems. I am currently employed at UPWr in Poland as an Assistant Professor and work as a researcher at the Geodetic Observatory Pecný in the Czech Republic, where I coordinate the implementation of the MSCA-COFUND MERIT Postdoctoral Programme.
I developed my scientific and academic experience within international research groups, including the Astronomical Institute of the University of Bern in Switzerland, the German Aerospace Center in Germany, and the GFZ Helmholtz Centre for Geosciences in Germany.
My research interests focus on the analysis of GNSS data, with particular emphasis on precise orbit determination and the monitoring of natural phenomena within the Earth system using GNSS-derived products. I exploit the benefits of multi-GNSS constellations and contribute to the development and assessment of emerging navigation systems such as Galileo, BeiDou, and QZSS. My expertise also includes investigating the role of global geodetic observing techniques in the realization of terrestrial reference frames and strengthening the links between geodesy and Earth sciences.
Datum
GNSS-Koordinatenzeitreihen werden häufig zur Überwachung klimabedingter Oberflächendeformationen verwendet, die durch atmosphärische, hydrologische und ozeanische Belastungen verursacht werden. Diese Produkte können jedoch systemabhängige Artefakte enthalten, die mit der Bahnmodellierung, der Beobachtungsgeometrie und den Verarbeitungsstrategien zusammenhängen. Das Verständnis der Konsistenz klimarelevanter Signale zwischen einzelnen GNSS-Konstellationen ist daher für geodätische Klimastudien von großer Bedeutung.
Diese Studie untersucht systemspezifische Koordinatenzeitreihen, die aus GPS-, GLONASS-, Galileo-, BeiDou- und kombinierten Multi-GNSS-Lösungen der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) abgeleitet wurden. Der Datensatz umfasst Stationen mit mindestens vier Jahren Beobachtungsdaten aus dem Zeitraum 2020 bis 2025.
Die aus GNSS abgeleiteten Verschiebungen werden mit Modellen der atmosphärischen, hydrologischen und ozeanischen Belastung verglichen. Zur Bewertung der Konsistenz zwischen einzelnen Konstellationen und geophysikalischen Belastungssignalen werden Korrelationen, Amplitudenunterschiede und regionale Variabilitäten analysiert.
Vorläufige Ergebnisse zeigen deutliche konstellationsspezifische spektrale Signaturen, die mit Umlaufperioden und deren Aliasfrequenzen verbunden sind, insbesondere bei GLONASS und BeiDou. Die relativen Unterschiede der jährlichen Amplituden weisen auf eine insgesamt gute Übereinstimmung zwischen GPS-, Galileo- und Multi-GNSS-Lösungen hin, mit medianen Abweichungen von 8–9 %. Größere Unterschiede werden hingegen für BeiDou (11 %) und insbesondere für GLONASS beobachtet, dessen jährliche Amplituden typischerweise etwa 60 % kleiner sind als die aus GPS abgeleiteten Werte. Während einzelne Systeme charakteristische Artefakte aufweisen, reduzieren Multi-GNSS-Lösungen langperiodische orbitbedingte Signale erheblich und zeigen die beste Übereinstimmung mit den Belastungsmodellen. Die Analyse weist zudem auf regionale Unterschiede in der Stärke systemspezifischer Effekte hin.
Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die Eignung einzelner GNSS-Konstellationen für Klimaanwendungen und unterstreichen die Vorteile der Multi-GNSS-Integration für die Überwachung umweltbedingter Oberflächendeformationen.