3.3.1 Earth in motion: observation systems, reference systems, Earth rotation, geodynamics

Vergleich von nicht-gezeitenbedingten Auflastdeformationsmodellen in globalen GNSS Netzwerklösungen

Frontiers of Geodetic Science
GNSS
Donnerstag, 17. Sept. 2026
09:30 - 09:50 | Europe/Berlin

Vortrag // Presentation

INTERGEO Conference | Room C 62 b
Englisch
Über uns

Beobachtungen von permanenten Globalen Navigationssatellitensystem (GNSS) Stationen enthalten Deformationssignale, die unter anderem durch Massenumverlagerungen in Atmosphäre, Ozean und lokaler Hydrologie verursacht werden. Modelle nicht-gezeitenbedingter Auflastdeformationen, die auf verschiedenen geophysischen Datengrundlagen und Modellierungsansätzen beruhen, sind öffentlich verfügbar, werden aber generell nicht in den Realisierungen des Internationalen Terrestrischen Referenzsystems (ITRS) angebracht. In den letzten Jahren wurden weitere Modelle entwickelt und bereits existierende Modelle verbessert, sodass eine Vielzahl an Modellen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen existiert. Die Theorie dieser Auflastdeformationen und der GNSS Stationspositionen zusammen zu führen ermöglicht es, auf der einen Seite die GNSS Daten zu korrigieren, wodurch stabile und verlässliche Stationspositionen erreicht werden können. Auf der anderen Seite kann das globale, dichte Netzwerk aus GNSS Stationen dabei helfen, die Deformationsmodelle zu validieren. In Kombination unterstützen diese Anwendungen die detaillierte Untersuchung geophysischer Signale. In dieser Arbeit werden GNSS Beobachtungsdaten von global verteilten Stationen prozessiert, um die Deformationen in einem hochpräzisen Netzwerk zu untersuchen. Netzwerklösungen, die mit nicht-gezeitenbedingten Auflastdeformationen aus verschiedenen Modellen korrigiert werden, geben die Möglichkeit zur detaillierten Analyse. Mithilfe von autoregressiven Prozessen werden vertrauenswürdige Kovarianzinformationen aus den Zeitreihen geschätzt, welche die Anwendung von statistischen Testmethoden ermöglichen. Diese werden genutzt, um auf signifikante Änderungen zwischen den verschiedenen Realisierungen des Netzwerk zu prüfen und Unterschiede in den Modellen aufzudecken.

Sprecher*innen

Lukas Jendges

PhD StudentUniversität Bonn

Moderator*innen

Robert Heinkelmann

Leiter Arbeitsgruppe "Kombination und VLBI", 1.1 Geodätische WeltraumverfahrenGFZ - Helmholtz-Zentrum für Geoforschung