Information Security Specialist
ACCA software S.p.A.
Vanni Moscariello — Product and Technical Lead, ACCA software
Vanni Moscariello is Product and Technical Lead at ACCA software, where he focuses on the development and evolution of digital solutions for the AEC sector, with a particular emphasis on Common Data Environments (CDE) and cloud platforms for the digitalization of territory and infrastructure.
In his role, he supports public and private clients in the implementation of integrated digital processes, coordinating the entire lifecycle of products and services that bring together BIM, GIS, and Digital Twin data. He is responsible for requirements definition, system architecture, interface planning, and feature prioritization, with an approach geared toward scalability, interoperability between tools, and the adoption of open standards such as openBIM®.
As the central interface between software development teams, product stakeholders, and end users, he translates field requirements into concrete design decisions: from the structured collection of user feedback, to the definition of the product roadmap, through to the release of features that respond precisely to real-world operational scenarios. Particular attention is paid to data governance, documentation quality, and compliance — essential elements to ensure reliability, continuity, and traceability of digital processes in SaaS environments.
He also coordinates technical and organizational activities within CDE and BIM projects at territorial scale, contributing to the definition of guidelines, best practices, and efficient workflows for the integration of models, geospatial data, and point clouds.
At Intergeo 2026, he shares the experience gained with usBIM.geotwin — ACCA’s open-standard platform — illustrating, through the case studies of Roma Capitale and the Campania Region, a replicable approach to building Geospatial Digital Twins for urban planning, risk management, and infrastructure monitoring.
Datum
Wie kann eine einzige integrierte Plattform die Art und Weise verändern, wie Städte ihre Zukunft planen, Risiken managen und kritische Infrastrukturen überwachen? Dieses Anwendungsbeispiel beantwortet diese Frage anhand zweier großskaliger Implementierungen: Roma Capitale und die Region Kampanien.
Die Präsentation stellt usBIM.geotwin vor, die auf offenen Standards basierende Plattform von ACCA, die die Lücke zwischen GIS und BIM überbrückt – und es öffentlichen Verwaltungen ermöglicht, lebendige geospatiale digitale Zwillinge ihres Territoriums zu erstellen, abzufragen und aktiv zu nutzen. Anstatt Geodaten und Bauwerksinformationen als getrennte Silos zu behandeln, führt die Plattform diese in einer einheitlichen, handlungsorientierten Umgebung zusammen, in der Stadtplaner, Risikomanager und Infrastrukturingenieure auf derselben Datenbasis arbeiten können.
Die Fallstudie Roma Capitale demonstriert, wie digitale Zwillinge die Entscheidungsfindung in einem der komplexesten metropolitanen Räume Europas unterstützen. Durch die Integration heterogener Datenebenen – von Kataster- und Umweltdaten bis hin zu Mobilitäts- und Versorgungsnetzen – entsteht ein konsistentes territoriales Modell für die strategische Planung und operative Stadtverwaltung.
Die Fallstudie Kampanien fokussiert die Infrastruktursicherheit. Gezeigt wird die Überwachung von Brücken und Straßen im regionalen Maßstab. Die Integration von GIS und BIM ermöglicht hier eine kontinuierliche Zustandsbewertung, automatisierte Anomalieerkennung und eine evidenzbasierte Priorisierung von Instandhaltungen – der entscheidende Schritt vom reaktiven zum proaktiven Management.
Über beide Anwendungsfälle hinweg betont das Anwendungsbeispiel eine zentrale These: Es handelt sich nicht um eine maßgeschneiderte Lösung für zwei außergewöhnliche Kunden. Die hier demonstrierte Architektur, die Workflows und die Integrationsmuster sind so konzipiert, dass sie von jeder öffentlichen Verwaltung – unabhängig von Größe oder technischer Kapazität – repliziert werden können, die sich in Richtung einer datengetriebenen territorialen Governance entwickeln möchte.
Die Teilnehmenden erhalten ein klares Verständnis davon, wie ein produktionsreifer geospatialer digitaler Zwilling in der Praxis aussieht, welche Integrationsherausforderungen bei der Kombination von GIS und BIM auf Stadt- und Regionalebene entstehen und wie sich die Methodik auf den eigenen institutionellen Kontext übertragen lässt.
Die meisten Organisationen stehen vor derselben Herausforderung: Projektdaten liegen verteilt in unterschiedlichen Common Data Environments (CDE) – je nach Abteilung, Projekt oder Stakeholder. Diese Datensilos verhindern oft eine nahtlose Integration in ein übergreifendes GIS. Diese Session präsentiert einen technologischen Ausbruch aus proprietären Abhängigkeiten.
Vorgestellt wird ein innovativer Workflow mit usBIM.geotwin, der sich nativ mit allen marktführenden CDEs verbindet – darunter ACCA, Autodesk, Bentley, Dassault und Trimble – um openBIM®-Modelle im IFC-Format zu extrahieren und direkt in eine ESRI-ArcGIS-Umgebung zu integrieren. Das Ergebnis ist ein herstellerneutraler, offener Workflow, der die Notwendigkeit beseitigt, sich für eine BIM-Plattform zu entscheiden: Organisationen können weiterhin in ihrem bestehenden CDE arbeiten, während gleichzeitig ein gemeinsamer geospatialer digitaler Zwilling mit konsistenten, interoperablen Daten gespeist wird.
Anschließend demonstiert die Session, welche Möglichkeiten sich durch diese Integration eröffnen. usBIM.geotwin setzt der Skalierung praktisch keine Grenzen: von einzelnen Bauwerken bis zu regionalen Infrastrukturnetzen, von Dutzenden Assets bis zu Tausenden, von Stadtquartieren bis hin zu vollständigen Smart-City-Implementierungen. Mehrere IFC-Modelle aus unterschiedlichen Quellen und verschiedenen CDEs können in einer einzigen, vereinheitlichten geospatialen Umgebung zusammengeführt, gemeinsam abgefragt und unabhängig voneinander aktualisiert werden – ohne die zugrunde liegende Datenarchitektur neu aufbauen zu müssen.
Ein eigener Abschnitt widmet sich der Integration von Punktwolken: wie Rohdaten aus Laserscans in die Plattform übernommen, in sinnvolle Komponenten segmentiert, mit strukturierten Attributen angereichert und gemeinsam mit klassischen BIM-Modellen im GIS veröffentlicht werden können. Dadurch wird eine präzise digitale Abbildung bestehender Assets ermöglicht – Infrastruktur, Kulturerbe, urbane Umgebungen –, auch wenn IFC-Modelle noch nicht vorhanden sind oder nicht die primäre Datenquelle darstellen.
Zusammen definieren diese drei Fähigkeiten – CDE-Interoperabilität, unbegrenzte Skalierbarkeit und Punktwolken-Unterstützung – einen neuen Standard dafür, was eine produktionsreife Plattform für geospatiale digitale Zwillinge leisten sollte. Die Teilnehmenden erhalten ein konkretes Verständnis des Integrationsworkflows, der technischen Architektur, die dies ermöglicht, sowie der praktischen Auswirkungen für Organisationen, die große, heterogene Asset-Portfolios über weitläufige Territorien hinweg verwalten.