Peter Rummel Director, Infrastructure Policy Advancement bei Bentley Systems berät Regierungsinstitutionen und Verbände darüber, welchen Beitrag die digitale Transformation auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft leisten kann. Peter Rummel bringt über 30 Jahre Erfahrung in verschiedenen Funktionen bei international agierenden Software-Unternehmen mit. Unter anderem arbeitete er im Vertrieb, Marketing und Business Development und verfügt darüber hinaus über umfassendes technisches Wissen. Nach seinem Geophysik-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München begann er seine Karriere in einem Ingenieurbüro mit Schwerpunkt auf der Erkundung natürlicher Ressourcen und Umwelttechnik. Anschließend wechselte er zu Autodesk, als dort das Portfolio um Lösungen für GIS / Geospatial erweitert wurde. Ab dem Jahr 2000 arbeitete er fünf Jahre lang beim internationalen Softwaredienstleister Mensch und Maschine und leitete schließlich das GIS-Team und die Geodatenstrategie in Europa. Nach seiner Rückkehr zu Autodesk konzentrierte sich Peter auf die Integration einer wichtigen Akquisition von Geodatentechnologie und des Partner-Ökosystems in Mitteleuropa. In seiner aktuellen Funktion bei Bentley Systems liegt der Fokus auf der Zusammenarbeit mit Verbänden und der Förderung der Digitalen Transformation. Peter Rummel ist Vizepräsident des Deutschen Dachverbandes für Geoinformation.
Peter Rummel, Director, Infrastructure Policy Advancement at Bentley Systems, advises government institutions and associations on how digital transformation can contribute to a sustainable future. Peter Rummel has over 30 years of experience in various functions at international software companies. He has worked in sales, marketing and business development, among other things, and also has extensive technical knowledge. After studying geophysics at the Ludwig Maximilian University of Munich, he began his career in an engineering firm with a focus on the exploration of natural resources and environmental technology. He then moved to Autodesk when the portfolio was expanded to include solutions for GIS / Geospatial. From 2000, he worked for five years at the international software service provider Mensch und Maschine and finally headed the GIS team and the geodata strategy in Europe. Upon his return to Autodesk, Peter focused on integrating a key acquisition of geospatial technology and the partner ecosystem in Central Europe. In his current role at Bentley Systems, the focus is on working with associations and promoting digital transformation. Peter Rummel is vice president of the Deutscher Dachverbandes für Geoinformation.
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Zentrale digitale Datenhaltung ist die entscheidende Grundlage für den Zugriff auf relevante Projektdaten. Standards bieten die notwendige Struktur, um die Detailtiefe, Abhängigkeiten und Komplexität zu erfassen. Visualisierung erlaubt es Nutzern mit unterschiedlichen Anforderungen Projekte rational und emotional zu begreifen. Der Unterschied zwischen zugreifen und begreifen. Der Vortrag zeigt die komplette Bandbreite an räumlicher Ausdehnung, Detailtiefe und Einbindung in bestehende Prozesse und Lösungen am Praxisbeispiel des Digitalen Zwillings* der Stadt Landsberg. Im direkten Anschluss an den Vortrag sind Fragen und Anregungen ausdrücklich erwünscht und individuelle Anforderungen, sowie Rückfragen zu den gezeigten Lösungen können live am Arbeitsplatz am Messestand besprochen werden.
* Im Rahmen des mFUND-Förderprojektes „TwinCity3D“ wurde – insbesondere für Klein- und Mittelstädte ohne explizite Smart City-Strategie – ein geodatenbasierter Ansatz als Grundlage für einen Digitalen Zwilling für die Anwendungsbereiche Klimaschutz-, Mobilitäts- und Stadtplanung geschaffen. Im Zuge des Projektes wurde das Stadtgebiet von Landsberg am Lech mehrfach mit einem Ultraleichtflugzeug beflogen. Die dabei entstandenen Luftbildprodukte wurden mit eigens weiterentwickelten KI-Algorithmen ausgewertet. Das neue System zur Erfassung von Geodaten aus der Luft eröffnet völlig neue Möglichkeiten zur Analyse städtischer Strukturen.
Das städtische Baumkataster konnte um Bäume und Büsche auf privaten Flächen ergänzt werden. Die Auswertung der Thermalbilder liefert Einblicke über die Temperaturverteilung innerhalb des Stadtgebietes und optimiert so die Analyse des Stadtklimas. Darüber hinaus konnten Flächeninanspruchnahme des Parkverkehrs bilanziert und dessen Verteilung zwischen den unterschiedlichen Flächenarten ausgewertet werden. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Integration von Planungen in das virtuelle 3D-Stadtmodell. Hierzu wurden ein Importwerkzeug für XPlanGML- und IFC-Dateien, sowie ein LOD2-Planungstool entwickelt und integriert.
Globale, regionale und auf Anlagen bezogene Risiken nehmen in ihrer Komplexität und Dynamik stetig zu. Geoinformationstechnologien und digitale Zwillinge spielen eine entscheidende Rolle dabei, diese Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung abzuleiten. Experten und Entscheider diskutieren Konzepte zur kontinuierlichen Erfassung und Bewertung von Zustandsdaten, um den Übergang von einer reaktiven zu einer prädiktiven Ereignisbehandlung zu realisieren. Die Panelisten decken mit Ihrer Praxiserfahrung unterschiedliche Anlagen und Prozesse ab und betrachten den Einfluss von neuen Technologien aus den Bereichen der Datenübertragung, Speicherung oder auch automatisierten Bearbeitung. Im Anschluss an die TWIN TALKS / Podiumsdiskussion findet eine Frage und Antwort Runde statt, welche bei einem geselligen „get together“ auf dem Stand des Deutschen Dachverband für Geoinformation in einen allgemeinen Austausch und eine fachliche Diskussion übergeht.
Unzureichende Informationen über die Verhältnisse im Untergrund bleiben einer der Hauptgründe für Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei Bauprojekten. Die Nutzung von Modellen und Analysen der Bodenverhältnisse hilft Risiken bei Infrastrukturprojekten zu minimieren.
Große Infrastrukturprojekte sind durch räumliche, zeitliche und fachliche Abhängigkeiten gekennzeichnet. Die Historie und der gesamte Lebenszyklus werden vermehrt betrachtet, Beziehungen mit der Umgebung und die Einbindung in andere Systeme wird in Modellen und digitalen Zwillingen umfassender abgebildet. Um Infrastruktur in ihrem kompletten Kontext zu erfassen ist die Z-Koordinate von entscheidender Bedeutung. Praxisbeispiele verdeutlichen die Relevanz von umfassenden Informationen über die Verhältnisse im Untergrund auch über die Bauphase hinaus. In konkreten Projekten werden der Nutzen von digitalen Zwillingen, der Einsatz von künstlicher Intelligenz oder der Mehrwert von Methoden wie BIM / FME vorgestellt. Nur so gelingt ein mehr an Sicherheit bei der Planung, Finanzierung, Genehmigung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken, Anlagen und Netzen.
In dieser Podiumsdiskussion wird untersucht, wie eine rasante Welle von politischen Maßnahmen, Vorschriften und Standards – von KI-Gesetzen, die sich auf Standortdaten erstrecken, über Regelwerke für Drohnen und Maßnahmen zur Datensouveränität bis hin zu einer Vielzahl von Compliance-Fristen – das operative Umfeld der Geodatenbranche neu prägt. Auf der Grundlage des vierteljährlichen „Geospatial Policy Scan“ der WGIC, der Entwicklungen weltweit verfolgt, konzentriert sich die Diskussion darauf, wie Unternehmen den Übergang von der Beobachtung politischer Entwicklungen zur operativen Bereitschaft schaffen können und wie die Branche dazu beitragen kann, die Regeln mitzugestalten, solange diese noch in der Entstehungsphase sind.